Multifokallinsen
Weltweit sind mehr als eine Milliarde Menschen nach dem 45. Lebensjahr von Alterssichtigkeit (Presbyopie) betroffen und benötigen eine Brille für die Nähe. Wenn Brillenfreiheit für Sie besonders wichtig ist und Sie weder für die Ferne noch für die Nähe eine Brille benötigen wollen, könnten Multifokallinsen die richtige Lösung für Sie sein.
Eine Multifokallinse nimmt das Licht auf und verteilt es über einen größeren Tiefenbereich. Die Tiefenschärfe ist in der Regel gut, wird aber durch Nebenwirkungen, Sehschärfenverlust in der Ferne und Lichtverlust in allen Entfernungen erkauft, die teilweise auch störend sein können.
Die Nebenwirkungen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen. Erstens ist der Kontrast mit Multifokallinsen in allen Sehbereichen etwas geringer als mit Monofokallinsen und Brillen. Zweitens sind Blendungserscheinungen, vor allem nachts und in der Dämmerung von Lichtquellen (Glare, Halos, Flare, Starburst, starke Überblendungen und Schatten sowie Doppelbilder bei Leuchtreklamen und Lichtquellen) ein weiteres Problem.
Man kann sich daran oft gewöhnen und hat dafür eine weitgehende Brillenunabhängigkeit. Störend ist dies aber vor allem bei Hobbys und Berufen mit sehr hohen visuellen Anforderungen, generell bei Personen mit hoher kritischer Selbstbeobachtung und Neigung zu Perfektionismus bezüglich der Sehfunktion und häufigen Aktivitäten bei Nacht und Dämmerung, wie z. B. Nachtfahrten. Auch bestimmte Berufe wie Pilot, Berufsfahrer oder Polizist sind Ausschlusskriterien.
Multifokal – Illustration mit reduziertem Kontrast.